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Adam Green in Concert, Muffatwerk 22.02.05

Mit einer einzigartigen Mischung aus lakonischer Ironie und bubenhaftem Charme begeisterte der neue Shooting-Star aus New York die aus allen Nähten platzende Muffathalle.

Wann sich die Muffathalle in "Muffatwerk" umbenannt hat, ist uns leider entgangen. Eins steht aber fest: Dermaßen voll haben wir die Jugendstilhalle selten erlebt. Der Grund: Der neue Liebling der alternativen Musikszene Adam Green gab München die Ehre. Unterstützt von seiner Begleitband The Gnomes, die sich als Support-Band ohne Adam Green im Vorprogamm schon mal warmgespielt hatten - und das konnte sich absolut hören lassen! - zog der New Yorker mit dem Schlafzimmerblick das Münchner Publikum vom ersten Song an in seinen Bann. Der schräge Shootingstar, der rein äußerlich an eine Kreuzung aus Ilja Richter und Jim Morrison erinnert, überzeugt mit kräftigem, tiefem Gesang, der in einem auffallenden Kontrast zu seinem Looser-Image steht, mit dem der amerikanische Musiker ständig kokettiert.

Mit einer Mischung aus Gelassenheit und Größenwahn (mehrmals stimmt er seine Songzeile "Everybody's talkin' bout Jesus - everybody's talking bout my penis") trifft Green offenbar einen Nerv im alternativen Publikum. Irgendwie ist Greens Stil eine faszinierende Mischung aus Altbekanntem in neuem Kontext. Einerseits zelebriert er eine Art von verkatertem Pathos, ähnlich wie die britischen Tindersticks, in deren Vorprogramm er auch schon aufgetreten ist, andererseits ist da stets dieses ironische Nicht-Ernstnehmen von sich selbst, seinem Publikum und überhaupt allem. Im Prinzip ist Green ein Robbie Williams für die alternative Musikszene - er bietet Identifikationsflächen en masse.

Und dann sind da noch die großartigen Melodien Adam Greens, dessen drittes Album "Gemstones" in den Charts gerade ganz oben steht, - sie sind gar nicht schräg oder alternativ - eher schon in der Tradition großer Crooner der 60er-Jahre, wenn da nicht die Texte wären. George W. Bush bekommt natürlich sein Fett ab - Green wünscht sich z.B., er könnte Bush die Hand schütteln und würde dann an einem Auto ersticken (oder so etwas in der Art - ob wir diese Songzeile ganz richtig verstanden haben, bezweifeln wir selbst ernsthaft).

Mehrfach klatscht das Publikum Green und The Gnomes zur Zugabe auf die Bühne zurück. Diese spielen schließlich sogar ein Velvet-Underground-Cover und rufen damit wieder ihre (musikalische und geografische) Herkunft ins Gedächtnis zurück. Nach gut zwei Stunden (Vorprogramm eingeschlossen) endet das gelungene Live-Konzert, das - MTV, Spex und dem Zündfunk sei Dank - nicht nur wegen seiner erschwinglichen Eintrittspreise im Gedächtnis bleiben wird. Wir sehen eine große Karriere voraus!

Text und Bilder: Albrecht Volk

 

 
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